14.12.2017:

Beim Seniorenclub der Pfarrei Patersdorf ging eine Ära zu Ende

Anna Seidl führte mit ihren Helferinnen die Organisation seit 20 Jahren – Nachfolge gesucht


Anna Seidl, sie war der Engel der Senioren im Einzugsbereich der Pfarrei Patersdorf und weit darüber hinaus. Seit fast genau 20 Jahren kümmerte sie sich für die Pfarrgemeinde Patersdorf um die monatlichen Treffen im großen Saal des Pfarrheimes Patersdorf. Ihr Ziel war, dass die nicht selten vereinsamenden älteren Mitbürger in die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen geholt werden, um sich mit Bekannten auszutauschen, um Neuigkeiten zu erfahren, gemeinsam Kaffee zu trinken, unterhalten zu werden. Die Senioren sollten einfach auch das Gefühl haben, nicht alleine zu sein. Zu Anna Seidl scharten sich über die lange Zeit eine feste Gruppe von treuen Helferinnen, die sie  zuverlässig unterstützten beim Kuchen backen, Kaffee kochen, Getränke und Essen bringen, Abspülen und vieles mehr, so dass sich die meist über 50 anwesenden Senioren wie zu Hause fühlten und die meisten von ihnen keinen Nachmittag ausfallen ließen. Dazu gehörten aber auch oft ansprechende Programmpunkte wie Informationen über Seniorenthemen, z.B. sicheres Heim oder die Rufbuseinrichtung genauso, wie Bildervorträge und kirchliche Andachten wie der Kreuzweg und die Maiandacht. Gerne verfolgten die Senioren auch regelmäßig den Seniorenfasching, wo meist in Einaktern lustige Dorfgeschehnisse nachgespielt wurden.

Schon länger klagte Anna Seidl über gesundheitliche Probleme, so dass sie mit der diesjährigen Adventfeier ihre Tätigkeit als Leiterin des Seniorenclubs nach 20 Jahren beenden wollte. Zuvor fanden aber die Senioren nochmals zu dieser Adventsfeier den Saal im Pfarrheim sehr dekorativ weihnachtlich geschmückte und die Jungmusiker Michael und Stefanie Süß entfachten eine heimelige und feierliche Weihnachtsstimmung. Passend waren die Liederthemen der Heiligen Lucia gewidmet, deren Namenstag gedacht worden ist.

Pfarrer Tobias Magerl hob in seinen Dankesworten die unvorstellbar lange Zeit und den großen Dienst über die 20 Jahren hervor, die Anna Seidl für die Senioren zu Verfügung stellte. Wörtlich sagte der Pfarrer: „Das damit eine Ära zu Ende geht!“ Dazu erwähnte der Geistliche ausdrücklich auch die Leistung ihres Ehemannes Xaver, der regelmäßig viele Senioren von zu Hause abholte und wieder zurückbrachte, wenn sie keine Fahrgelegenheit hatten. Er lobte insgesamt die Leistung der Seniorentreffs als besonders Wertvoll für das Wohlbefinden der älteren Mitbürger. In Einvernehmen mit der Kirchenverwaltung übergab Pfarrer Magerl als Zeichen der Anerkennung, unter großem Applaus der anwesenden Senioren, an Anna Seidl und ihre 4 treuesten Helferinnen jeweils einen Gutschein für ein Wellnesswochenende in Marienbad, „damit auch sie endlich Wohlbefinden genießen könnten!“
Den Dankesworten schloss sich auch Bürgermeister Willi Dietl für die politische Gemeinde Patersdorf an. Ihn habe über die langen Jahre das Herzblut begeistert, wie Anna Seidl sich um die Senioren gekümmert hat.  Er hoffe dass sich für diese wichtige soziale Einrichtung in der Gemeinde eine Nachfolge findet. Als Zeichen der Anerkennung übergab er ihr das Gemeindewappen aus Glas. In diese Hoffnung stimmte auch Friedl Treimer vom Pfarrgemeinderat ein, die dringend appellierte, dass die Treffen weitergeführt werden sollten. Darüber werde sich wohl der neue Pfarrgemeinderat im Frühjahr kümmern müssen.  
Anna Seidl war von so viel Ehre sichtlich gerührt. Bescheiden gab  das Lob an ihre treuen Helferinnen weiter, ohne die auch ihr Engagement nicht möglich gewesen wäre. Abschließend bedankte sie sich bei den vielen Senioren für ihre langjährige Treue und hofft, dass die Treffen weitergeführt werden.    

Bild "Pfarrei Patersdorf:Anna_Seidl_verabschiedet.jpg"
Zum Abschied von Anna Seidl war der Pfarrheim nochmals voll und sie wird mit ihren Helferinnen von den Verantwortlichen verabschiedet. v.l.sitzend: Babette Augustin, Irene Hutterer, Auguste Mühlbauer, Pfarrer Tobias Magerl, stehend: Bürgermeister Willi Dietl, Kirchenrat Helmut Moosmüller, Anna Seidl und ihr Ehemann Xaver, Auguste Ziselsberger und vom Pfarrgemeinderat Friedl Treimer
(Text und Bild: Herbert Fuchs, Patersdorf)





28.08.2017:

Pfarrer Tomy zu Besuch in Patersdorf

Der früherer Pfarrvikar, Pfarrer Tomy Alumkalkarot, ist bis Ende September in Deutschland zu Besuch und hat Urlaubsvertretungen in Altendorf- Weidenthal und im Bistum Münster übernommen. Auch seiner früheren Wirkungsstätte Patersdorf wird er einen kurzen Besuch abstatten. Dazu kommt er am  Sonntag, 03. September, um  18 Uhr zum Gasthaus Kargl, um alte Bekannte wiederzusehen und Erfahrungen auszutauschen. Es wird genügend Gelegenheit sein, den beliebten ehemaligen Seelsorger wiederzusehen und sich mit ihm zu unterhalten. Alle interessierten Pfarrangehörigen sind dazu herzlich eingeladen.



23.08.2017:

Kräuterbuschenverkauf für die Krankenpflegestation

Frauen der Dorfgemeinschaft Zuckenried spenden  Erlös von  450.- Euro wieder für sozialen Zweck


Was anfangs für eine einmalige Aktion gehalten wurde, etablierte sich: Die sehr engagierte Frauen der Zuckenrieder Dorfgemeinschaft finden sich vor dem bayerischen Feiertag Mariä Himmelfahrt zusammen, um die zu diesem Termin traditionell Kräuterbuschen zu binden. Dieser christliche Brauch ist über 1000 Jahre  alt und soll an die Reinheit und Heiligkeit von Maria, der Mutter von Jesus, erinnern.
Insgesamt banden Angela, Mariele und Maria Achatz, Mathilde Kroner, Traudl Leidl und Sonja Kraus über 150 wunderschöne Kräuterbuschen, um sie nach der Segnung zur Abendmesse in der Pfarrkirche Patersdorf und dann beim Bergfest in Schön für einen sozialen Zweck zu verkaufen. Die Kräuterbuschen sollen dabei insgesamt jeweils in jedem Falle mit 7 Heilkräutern (nach den Wochen- und Schöpfungstagen) versehen sein. Dazu kommen noch verschiedene Zierblumen. Und so machten sich die Helfer der fleißigen Frauen im Vorfeld auf, um Pfefferminz, Salbei, Rosmarin, Ringelblumen, Zitronenmelisse, Schafgarbe, Kamille, Wermut u.a. als Kräuter und Sonnenblumen, Dahlien, Jungfrauenschuh, Flox und viele andere Zierblumen zu sammeln. Dazu taten sich auch wieder wertvolle Spender hervor. Bei all diesen Personen bedanken sich die Frauen ausdrücklich.
Ganz bescheiden erwähnen sie am Rande, dass sie selber vielen Stunden benötigten, um mit viel Liebe, (wie sie versichern) die Buschen zu binden und sie schließlich anbieten zu können. Die 150 Exponate waren schließlich schnell vergriffen und so mancher Erwerber verband mit dem Kauf  eine Zusatzspende. Die Frauen beschossen in diesem Jahr, den Erlös der Caritas Sozialstation St. Elisabeth zukommen zu lassen, die auch das Patersdorfer Gebiet krankenpflegerisch betreut und in Teisnach mit der Seniorenstubn´ eine hochwertige Einrichtung unterhalten muss. Die Leiterin der Einrichtung, die Pflegedienstleiterin Anita Dietze aus Böbrach kam persönlich nach Zuckenried, um voller Freude die wohltuende Spende für die Einrichtung entgegenzunehmen. Man werde mit dem Geld eben die gerade für Demenzkranke wichtige Seniorenstube betreiben und noch nicht eingestufte aber betroffene Patienten helfen. Dazu will die Station weiter Sterbebegleitung anbieten und die bei den  Patienten so beliebten Ausflüge bezuschussen. Frau Dietze versicherte voller Freude, dass die Spende ganz gewiss im Sinne der Zuckenrieder Dorfgemeinschaft verwendet werde.
Bild "Pfarrei Patersdorf:Kraeuterbuschen-Spendenuebergabe2017.jpg"
Voller Stolz übergeben die Frauen der Zuckenrieder Dorfgemeinschaft die Spende von 450.- Euro aus dem Kräuterbuschenverkauf an die Leiterin der Krankenpflege-station St. Elisabeth.   v.l. die junge Maria Achatz mit dem Verkaufsschild, Mathilde Kroner, Pflegedienstleiterin Anita Dietze, Mariele Achatz und Angela Achatz in deren Kräutergarten die Übergabe stattfand.  (Text und Bild: Herbert Fuchs, Patersdorf)




21.08.2017:

Patersdorfer Senioren auf den Spuren der Wallfahrer

60 ältere Mitbürger machen Ausflug nach Neukirchen b. Hl. Blut und zur Mooshütte


Sehr groß war die Nachfrage beim Ausflugsangebot der Senioren von Gemeinde und Pfarrei Patersdorf um den Seniorenbeauftragten Xaver Seidl und seiner Ehefrau Anna. Die weitum bekannte Wallfahrtskirche Neukirchen b. Hl. Blut war als Hauptziel des diesjährigen Jahresausfluges vorgesehen. Die zunächst angebotenen 50 Busplätze waren schnell belegt, so dass kurzfristig ein 60zig-Sitzer Bus organisiert werden musste. Erste Station war die besagte und imposante Wallfahrtskirche, die auch viele Mitfahrer schon im Lauf der Jahrzehnte als Wallfahrer erreichten. Die barocke Kirche "Mariä Geburt" liegt in einem breiten Tal im Osten des Hohen Bogen. Kilometerweit ist der mächtige, siebenstöckige Turm mit seiner ausladenden, für die Gegend typischen, Zwiebel zu sehen. Das Kirchenschiff ist ausgestattet mit dem Hochaltar (Augsburger Goldschmiedearbeit von 1750-1752), zwei Seitenaltären, Betstühlen mit geschnitzten Rokokomuschelwerk und der Orgel.
Im Rund der Kirche zeugten eine große Anzahl von Wallfahrerkerzen von der ungebrochenen Anziehungskraft des Gotteshauses für Gläubige aus Nah und Fern. Die Kirche wird seit vielen vielen Jahren auch von zum Teil großen Gruppen der Nachbarpfarreien aus Teisnach, Ruhmannsfelden, Langdorf, Regen, Rinchnach, Bodenmais, Zwiesel, Bodenmais oder Böbrach jedes Jahr nach langen Fußmärschen im Gebet und Andacht aufgesucht. Der Wallfahrtsort Neukirchen wird aber auch von vielen Gruppen aus der Oberpfalz und seit der Wende auch wieder aus Tschechien aufgesucht, so erfuhren die Patersdorfer Ausflügler.
Mit zur Besichtigung gehörte auch ein Abstecher zum Wallfahrermuseum, das vom Viechtacher Künstler Günther Bauernfeind vor 25 Jahren, nach einer Anregung des damaligen Neukirchener Pfarrers Ulrich Murr, im alten Pflegeschloss geschaffen wurde. Über 1000 Ausstellungsstücke gab es dort zu sehen und die Patersdorfer Senioren konnten sich gut vorstellen, wie vielfältig die einzelnen Wallfahrergeschichten verliefen und wie aufwendig die 5jährige Arbeit von Günther Bauerfeind war, der immer noch damit beschäftigt ist, das Museum weiter mit Leben zu erfüllen.  
Danach war noch eine Stärkung im Hotelgasthof Mooshütte am Fuße des Großen Arbers vorgesehen. Das Hotel liegt auf knapp 950 m Höhe und musste nach einem Brand vor einigen Jahren wieder völlig neu aufgebaut werden. Es bietet ein außerordentliches Ambiente mitten in den Arberwäldern in unmittelbarer Nähe zum Kleinen Arbersee. Der Gasthausbesitzer Volker Kirchberger bot dabei auch eine kurze Exkursion in seinen Kräuter- und Aromagarten an, die gerade von den fachkundigen Damen unter den Senioren begeistert angenommen worden ist. Allesamt ließen sich dann aber die deftigen Kuchen aus eigener Produktion im Restaurant schmecken, so dass Anna und Xaver Seidl  die Patersdorfer Senioren nach der geistigen Nahrung auch körperlich gestärkt wieder nach Hause brachten.      

Bild "Pfarrei Patersdorf:Auflug2017Neukirchen.jpg"
Ein Teil der Patersdorfer Senioren neugierig im Armoma- und Kräutergarten von Volker Kirchberger des Hotelgasthofes Mooshof
(Text und Bild: Herbert Fuchs, Patersdorf)





27.06.2017:

Taizé-Gebetskreis

Seit November 2004 wird in der Pfarrkirche St. Martin in Patersdorf der Taizé-Lobpreis gebetet und gesungen.
Texte und Gebete werden dabei auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet. Ein dazu passendes Bodenbild verstärkt jeweils die kontemplative Stimmung im nur mit Kerzenlicht erhellten Raum. Eine Viertelstunde vor Beginn erklingt meditative Musik zur Einstimmung. Mit Psalm und Lesung wird die Gebetsstunde eröffnet. Sich oft wiederholende Gesänge werden dazwischen angestimmt. Zeiten der Stille dienen dem persönlichen Gebet. Fürbitten, das Vater unser und ein Segensgebet beenden den Gebetsabend.
Jeder, der eine besinnliche Atmosphäre in Gemeinschaft sucht, ist beim Taizé-Gebet herzlich willkommen.

Die nächste Gebetsstunde findet am Sonntag, 16. Juli 2017 um 19:30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin statt.
Bitte beachten Sie dazu die Mitteilung in der örtlichen Presse bzw. Ankündigung im Pfarrbrief.

Bild "Pfarrei Patersdorf:Taize_26032017_DSC04658.JPG"
Bild der letzten Taizé-Andacht am 26. März 2017 zum Misereor-Hungertuch
und dem afrikanischen Sprichwort "Ich bin weil du bist"

Bild "Pfarrei Patersdorf:Taize-Gebet_29-01-2017__DSC04653.jpg"





15.06.2017:

Fronleichnam 2017:  Im Fahnenzug und der Monstranz durch das Dorf


Ein stattlicher Fronleichnamsumzug setzte sich bei Bilderbuchwetter nach dem Festtagsgottesdienst durch die mit Birkenbäumchen geschmückte Ortsmitte von Patersdorf in Gang. Der Zug angeführt wurde in gediegener Marschmusik von der von der Blaskapelle „Schaufelmacher“ aus Böbrach, die zuvor auch den Gottesdienst musikalisch begleitete. Dann folgten nach einer festen Ordnung die Vereinsabordnungen mit ihren Fahnen und vor dem „Himmel“ die von Erika Kilger und Gudrun Denk betreuten Kommunionkinder mit ihren weißen Kleidern. Vor dem Himmel sorgte der Vorbeter Josef Wittenzellner für die notwendige Andacht zwischen den Altären und bat um Gottes Hilfe für die Kranken, die Verstorbenen, für die Verantwortungsträger in Wirtschaft und Politik und für alle Gläubigen. Er wurde unterstützt von Christian Berger, der für die Lautsprechertechnik zuständig war.
Dazu begleiteten Sonja Petersamer und Ursula Dachs mit wechselnden Gesängen gekonnt die Zeremonie, insbesondere zur Unterstützung für Pfarrer Joseph an den Altären. Schließlich folgte  Pfarrer Joseph unter dem von Alois Seidl jun., Alois Adam, Josef Seidl jun. und Friedrich Engl getragenen „Himmel“ und trug die Monstranz mit dem Leib Christi durch die Ortschaft als Zeichen, dass Gott nicht nur in der Kirche, sondern auch unter allen Menschen ist. Der Pfarrer wird eng begleitet durch den Kirchenpfleger Albert Kuhbandner und Bürgermeister Willi Dietl. Nach dem Himmel zog der Gemeinderat und schließlich die übrigen Gläubigen, so dass sich ein über 100 m langer Zug bildete. Die Freiwillige Feuerwehr Patersdorf sicherte den Zug gegen den durchfließenden Verkehr zuverlässig ab, so dass sich auch der Verkehrslärm während der Andachten an den Altären in Grenzen hielt.
Pfarrer Joseph und zum Schluss auch der Bürgermeister bedankte sich ausdrücklich bei allen Mitwirkenden. Insbesondere bei den Altarerbauern. Für den 1. Altar beim Gasthof Kargl machten sich der Gartenbauverein Patersdorf und die Gastwirtin Gaby Kauschinger verdient. Dieser Altar wurde nach der Dorferneuerung an die Ostseite der Gastwirtschaft verlegt. Schon eine schöne Tradition ist es, dass sich der Frauenbund um den Altar im Innenhof des Grundschulgebäudes kümmert und die Frauen mit viel Intuition wieder einen wunderschönen Blumenteppich legten. Nicht minder ansprechend war der 3. Altar bei der Genobank-Filiale, der von der Mesnerin Marianne Englmeier und den Familien Adam und Sonnenholzner in ebenfalls mühevoller Kleinarbeit liebevoll gestaltet worden ist. Eine besondere Auszeichnung verdiente sich der 4. Altar beim Kriegerdenkmal, der auch in diesem Jahre wieder von den Erstkommunionkindern unter Anleitung von Helfern und Eltern geschmückt worden ist und wo traditionell der Umzug mit dem „Großen Gott wir loben dich“ endete.  

Bild "Pfarrei Patersdorf:Fronleichnahm2017-1.jpg"
Im Fahnenzug  mit dem "Himmel"  von den Altären wieder zur Patersdorfer Pfarrkriche St. Martin zurück

Bild "Pfarrei Patersdorf:Fronleichnahm2017-2.jpg"
Pfarrer Joseph beim Schlusssegen am 4. von den Kommunionkindern gestalteter Altar beim Kriegerdenkmal

Bild "Pfarrei Patersdorf:Fronleichnam2017_Altar2_DSC04879.JPG"
2. Altar im Schulhof Patersdorf, gestaltet vom Frauenbund Patersdorf

Bild "Pfarrei Patersdorf:Fronleichnam2017_Altar3_DSC04886.JPG"
3. Altar bei der Genobank Patersdorf, gestaltet von den Familien Adam, Englmeier und Sonnenholzner

Bild "Pfarrei Patersdorf:Fronleichnam2017_Altar4.jpg"
4. Altar bei der Pfarrkirche Patersdorf, gestaltet von den Kommunionkindern zum Thema „Mit Jesus im Boot“

Bild "Pfarrei Patersdorf:Fronleichnam2017_Altar4_DSC04866.JPG"


30.04.2017:

Mit Jesus als Retter in einem Boot Gottes Nähe spüren

24 Mädchen und Buben aus der Pfarrei Patersdorf feiern ihre Erstkommunion


Text und Fotos: Herbert Fuchs

24 Kinder aus der Pfarrei Patersdorf wurden am Sonntag (30.04.2017) von Pfarrer Tobias Magerl in der Patersdorfer Pfarrkirche St. Martin zum Altar der Hl. Erstkommunion geführt. Der Festgottesdienst begann mit einem feierlichen Zug mit den Ministranten und dem Kreuz an der Spitze mit dem Pfarrer vom Pfarrheim Patersdorf über den Martinsplatz zum Hauptportal der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche, wo bereits die Eltern, Großeltern, Paten und sonstigen Angehörigen Platz genommen hatten.
Schon das erste Lied „Im Meer der Zeit“, das vom Kinderchor mit der Leiterin des Patersdorfer Kirchenchores Sonja Petersamer mit Gitarre und mit Andreas Köck auf dem Keyboard erfrischend vorgetragen wurde, war zu erkennen, dass an diesem Tag den Erstkommunionkinder der Vergleich mit einem gemeinsamen Boot auf hoher See nähergebracht werden sollte.
Pfarrer Magerl richtete deshalb auch den Eingangsgruß „der Herr sei mit Euch“ insbesondere an die Erstkommunionkinder, die in den ersten beiden Bänke beider Seiten im festlich geschmücktem Gotteshaus Platz nahmen. Schon beim Kyriegebet, vorgetragen von drei Kommunionkindern, war ersichtlich dass die Kinder aktiv mitwirken durften und so baten sie Jesus, dass er für sie der Fels in der Brandung des Lebens sei.    
Auch die vom Erstkommunikanten Simon Pongratz vorgetragene Lesung (Psalm 107,23-32) und das Evangelium (die Stillung des Seesturms) fügten sich passend zur Urangst des Menschen bei Sturm in einem Boot und der Suche nach einem Retter, der in Jesus gefunden wurde, als der dem Wind Ruhe gebot.
Ausgehend von der Altarraumgestaltung mit einem großen Segelboot, wo das Segel aus den Bildern der 24 Erstkommunikanten besteht, stellte Pfarrer Magerl die immer wiederkehrende Suche des Menschen nach einem rettenden großen und sicheren Schiff im Sturm des Lebens dar. Er versicherte den Kommunionkinder, dass sie im Boot des Jesus Christus in der Gemeinschaft der Kirche das ganze Leben hindurch immer vor den Stürmen geschützt sind. Er übertrug diesen Gedanken auch auf die Erwachsenen, die auch immer wieder in einen Sturm geraten und Angst haben, etwa vor Krankheit, Arbeitslosigkeit usw. Der regelmäßige Besuch der Kirche sei deshalb nicht etwa für den Pfarrer wichtig, damit dieser zufrieden wäre; beim Kirchenbesuch sucht jeder einzelne einen Platz im Boot der Gemeinschaft von Jesus Christus, so schloss der Geistliche den gedanklichen Bogen mit dem Vergleich des Rettungsbootes.
Als Zeichen der Liebe Jesu wurden dann die Kommunionkerzen der Kinder mit dem Licht der Osterkerze  von zwei Helferinnen angezündet, so dass sie als Symbol dafür stehen, dass jedes einzelne Kind gleich wertvoll ist.
Als Höhepunkt galt die Erteilung der ersten Kommunion. Die Kinder durften paarweise zum Altar kommen, wo jedem einzeln die Hostie von Pfarrer Magerl in den Mund gelegt wurde. Dieser Tag dürfte für alle Kinder, aber auch für die Eltern und Angehörigen ein unvergessliches Ereignis gewesen sein, so dass der Pfarrer es nicht versäumte den Helfern zu danken. Neben den Eltern waren dies in erster Linie die Schule mit Schulleiterin Bianca Dirmaier, der Klassenlehrerin Hannelore Wittenzellner und ihrer zwischenzeitlich pensionierten Vorgängerin Marlene Hollmayr, dem Kinderchor mit Sonja Petersamer, den Mesnerinnen und Helfer für den Schmuck in der Kirche und auch Erika Kilger, die beim Schmücken der Kommunionkerzen half. Nach dem feierlichen Auszug aus der Kirche versammelten sich die Kommunionkinder beim Hauptportal zum traditionellen Gruppenfoto.    
Die 24 Erstkommunionkinder (in alphabetischer Reihenfolge):  
Aigner Julia, Berndl Tassilo, Bielmeier Lukas, Bielmeier Marcel, Biermeier Lukas, Danzer Laura, Danzer Lena, Denk Simon, Greil Tobias, Hartl Jonas, Kastl Niklas, Kastl Tessa, Kauschinger Vanessa, Kauschinger Veronika, König Johannes, Kraus Leonie, Loibl Selina, Pöhn Emily, Pongratz Simon, Saller Sophie, Schmidt Julian, Schötz Tobias, Specht Lukas, Witter Justin

Bild "Pfarrei Patersdorf:Erstkommunion_2017_Altarbild.jpg"
Große Symbolkraft hatte das Segel des Bootes mit den Bildern der 24 Erstkommunionkinder

Bild "Pfarrei Patersdorf:Erstkommunion_2017.jpg"
Höhepunkt war die Hl. Erstkommunion

Bild "Pfarrei Patersdorf:Erstkommunion_2017_Gruppenbild.jpg"
Hauptbild von Fr. Ratzka, Gruppenbild der Erstkommunionkinder vor dem Hauptportal mit den Ministranten und Pfarrer Tobias Magerl (3. v.l.) dahinter die zwischenzeitlich pensionierte Klassenlehrerin Marlene Hollmayr und die aktuelle Klassenlehrerin Hannelore Wittenzellner





12.03.2017:

Der Segen für die Kinder – Tulpen für den Bischof

Mit Kindern vollbesetzte Pfarrkirche St. Martin in Patersdorf erwartet den Bischof


Man merkte es Pfarrer Tobias Magerl an, dass er seinem Bischof Rudolf Voderholzer voller Stolz eine bis auf den letzten Platz mit kleinen und größeren Kindern, sowie ihren Eltern und Großeltern, gefüllte Pfarrkirche in Patersdorf zum Kindersegen präsentieren konnte. Dazu passend formulierte Pfarrer Magerl, der mit Pfarrvikar Dr. Joseph Kanamkudam dem Bischof assistierte, dass die schönste Kirche wohl eine volle Kirche sei. In Anlehnung an den Patersdorfer Kirchenpatron St. Martin, der seinerseits ein großer Menschen und Kinderfreund war, ergänzte der Bischof, dass der Ort für die Kindersegnung sehr gut gewählt sei.
Die Atmosphäre in der Pfarrkirche wurde zudem von Chorleiterin Sonja Petersamer kindergerecht aufgelockert, die diesmal mit Gitarre als Musiklehrerin mit den Patersdorfer Schulkindern und den Kindern des kircheneigenen Kindergartens Geiersthal mit den Liedern: „Kommt alle her“, „Gottes Segen sei mit dir“ und „Gott, dein guter Segen ist wie ein großes Zelt“ die meist jungen Kirchenbesucher sehr kurzweilig auf den Hauptteil hinführte.
Und auch der Bischof ließ sich von der lockeren Stimmung im Gotteshaus anstecken und mischte sich bei seiner anschaulichen Predigt einfach unter die Kinder. Kurz nannte er 6 Kinder bei ihren Vornamen (dabei half vorher Pfarrer Magerl etwas nach) und rief sie zu sich. Dabei erklärte er den Kindern, wie wichtig schon die Nennung und Anerkennung des Namens als Persönlichkeit jedes Einzelnen ist. Und der Bischof versicherte den Kindern weiter, dass Gott jeden einzelnen Namen und alles was dazugehört tief in seinem Herzen trägt, so dass die Hand eines Bischofs auf dem Kopf eines Kindes bedeutet, dass Gott jeden Menschen und jedes Kind liebt.
Zuvor trugen 7 Kinder stellvertretend für alle Kinder ihre Fürbitten vor, wo sie um den Segen Jesu für die kranken, hungrigen, obdachlosen, armen, einsamen, verwaisten und ausgegrenzten Kinder baten.
Bei der Kindersegnung merkte man es auch den kleineren Kindern sichtlich an, dass sie mit  positiver Erwartung zum Bischof kamen und den Segen durch Handauflegen mit großen Augen erwarteten.
Bei der Verabschiedung dankte Pfarrer Magerl dem Bischof nochmals für seinen Besuch und den vielen Gläubigen für die Teilnahme. Eine große Überraschung gab es schließlich für den Bischof, als die Kinder des Geiersthaler Kindergartens jeweils mit einer Tulpe in den Altarraum zum Bischof gingen und ihm die Blumen für einen schönen Strauß zum Dank überreichten. Eine Szene, die ihn sichtlich rührte.          

Bild
 
Bild
 
Bild
 
Bild
 
Bild
 
Bild
 




04.01.2017:

Sternsinger unterwegs im Dienst der guten Sache

Pfarrvikar Joseph segnet Sternsinger


„Segen bringen, Segen sein“ – unter diesem Motto führt das Kindermissionswerk in Deutschland seit fast 60 Jahren die Aktion „Dreikönigssingen“ durch und unterstützt mit den gesammelten Spenden Kinderhilfsprojekte rund um den Erdball. Jedes Jahr steht dabei eine andere Region im Vordergrund. Schwerpunktland 2017 ist Kenia, der Leitgedanke lautet heuer  „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“.. Unterstützt werden in erster Linie Projekte in Turkana, einer wüstenartigen Region im Norden Kenias, in der es wegen des Klimawandels schon seit Jahren kaum mehr regnet.
„Segen bringen, Segen sein“ wollten auch 17 Mädchen und Jungen in der Pfarrei Patersdorf. Sie haben einen Tag ihrer Ferienzeit geopfert und sich als Kaspar, Melchior und Balthasar oder als Sternträger auf den Weg gemacht, um die gute Sache zu unterstützen. In fünf Gruppen haben sie alle Häuser im Einzugsbereich der Pfarrei Paterdorf besucht, den Segensspruch aufgesagt und den Segen an die Türen geschrieben: „20*C+M+B+17 – Christus mansionem benedictat -  Christus segne dieses Haus“.
Pfarrvikar Joseph Kanamkudam hat den Sternsingerinnen und Sternsingern im Rahmen eines kurzen Aussendungsgottesdienstes den Segen erteilt, ihnen für ihre Bereitschaft zur Teilnahme gedankt und viel Freude an ihrem Einsatz gewünscht.
Sein Dank ging auch an alle Eltern, die ihre Kinder zur Teilnahme an der Aktion ermuntert haben, an alle Väter, Mütter und weiteren Pfarrangehörigen, die die Fahr- und Begleitdienste in die Dörfer und die entlegeneren Häuser des Pfarrgebietes übernommen haben, sowie an Mesnerin Regina Kuhbandner und an Friedl Treimer, die die Aktion hauptverantwortlich organisiert und betreut haben.
Die Sternsingeraktion 2017 findet mit der Hl. Messe am Festtag der Erscheinung des Herrn ihren feierlichen Abschluss, wenn die Sternsinger am Dreikönigstag wieder eingeholt werden und in ihren festlichen Gewändern am Gottesdienst teilnehmen.

Bild "Pfarrei Patersdorf:Sternsinger2017.JPG"

Die Patersdorfer Sternsinger versammelten sich im Altarraum der Patersdorfer Pfarrkirche St. Martin und erhielten von Pfarrvikar Joseph Kanamkudam (Bildmitte im Hintergrund) den Segen bevor sie bei schwierigen Witterungsbedingungen zu den einzelnen Häuser der gesamten Pfarrei unterwegs waren.
Text und Foto: Herbert Fuchs

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

11.12.2016:

Eine Orchestermesse für ihr großes Lebenswerk

Pfarrei Patersdorf bereitete der Chorleiterin und Organistin Centa Meier einen würdigen Abschied


Es war schon ein sehr bewegender Augenblick, als sich nahezu alle Gottesdienstbesucher der vollbesetzten Patersdorfer Pfarrkirche persönlich von Centa Meier verabschiedeten und ihr für die 52jährige  Leistung  als Organistin und Chorleiterin, sowie der über 70jährigen Mitgliedschaft im Kirchenchor dankten. Centa Meier ist wegen einer plötzlichen Erkrankung kurz nach Ostern diesen Jahres an den Rollstuhl gefesselt und  pflegebedürftig.  Sie musste von Patersdorf zu ihrer Tochter Bärbel nach Eichendorf ziehen.
Um ihre außerordentliche und beispiellosen Lebensleistung zu würdigen, galt ihr zur Ehre der Festgottesdienst am Samstagabend, der von Pfarrer Tobias Magerl zelebriert wurde. Die musikalische Umrahmung war, wie erwartet, ein akustischer Ohrenschmaus, spielte doch die aus Funk- und Fernsehen bekannte Musikgruppe Äff-tam-tam mit ihren Blas- , Zupf- und Saiteninstrumenten. Dazu wurde vom Patersdorf Kirchenchor, unter der jetzigen Leitung von Sonja Petersamer,  gesanglich ganz hochwertig die „Kirchberger Singmesse“  inszeniert, so dass die Besucher  wohl eine einmalige und exzellente Orchestermesse genießen konnten.
In seiner ausgesprochen persönlich gehaltenen Laudatio bemühte sich Pfarrer Tobias Magerl das Lebenswerk von Centa Meier in die Aussagen der drei Propheten und Evangelisten Jesaia, Jakobus und Matthäus einzubetten.
Als erstes sei ihr unerschütterliches Gottvertrauen zu nennen. Damit habe sie all die langen Jahre hindurch auch sehr schmerzliche Schicksalsschläge verwinden können. Gleichzeitig musste sie sich immer wieder neuen Pfarrern anpassen und über die lange Zeit ihres Wirkens die zwangsläufigen Veränderungen im Kirchenchor harmonisch meistern.
Ihre zweite große Tugend ist wohl die Geduld, so führte der Pfarrer den Faden weiter.  Geduld war ihr wohl schon auch als Mutter von drei Kindern zu Eigen und die stellt sie jetzt bezeichnend ihres gesundheitlichen Gebrechens herausragend unter Beweis.
Als ihre auffälligste und vornehmste Tugend darf jedoch ihre Bescheidenheit angesehen  werden, die in der begnadeten Organistin und virtuosen Zitherspielerin ihre Meisterin fand, so schloss der Geistliche seinen Bogen um die Vorzüge seiner ehemaligen Organistin. Obwohl ihre musikalischen Beiträge bei so vielen Festen stets herausragten, wollte sie selber lieber  im Hintergrund bleiben.  
Seine Charakterbeschreibung schloss der  Pfarrer mit dem Kompliment: „Centa, Sie sand a feiner Mensch!“  
Sogar Bischof Rudolf sandte eine persönlich unterzeichnet Urkunde an die ewige zuverlässige Centa Meier, wo er ausdrücklich ihr 52jähriges Wirken als Organistin und Chorleiterin heraushob.
Dieser ausdrücklichen Hochachtung schlossen sich Pfarrer Magerl, die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat mit persönlichen Präsenten an.  
Sehr vertraulich gehalten war kurz vor dem Gottesdienst  der Abschied im Pfarrheim, wo auf Einladung der Pfarrei, gut 50 Pfarrangehörige bei einem adventlichen Kaffeetrinken nochmals Gelegenheit hatten mit Centa Meier ein paar Worte zu wechseln und der 82jährigen für die Zukunft alles Glück zu wünschen.
Dabei nutzten ihren viele Freunde und Bekannten, u.a. auch der Wintersportverein, gerne die Möglichkeit,  der ehemaligen Organistin ihre Sympathie und  Hochachtung auszudrücken. Ganz besonders dem Patersdorfer Kirchenchor, dem sie über 70 Jahre angehörte, war es ein besonderes Anliegen, sich von ihrer langjährigen Leiterin rührend auch mit einem gemeinsamen Gruppenbild zu verabschieden.
Ihre Nachfolgerin Sonja Petersamer skizzierte das musikalische Wirken ihrer Vorgängerin und Musiklehrerin treffend und kurzweilig nach, die sie als großes musikalisches Vorbild für viele junge Musiker bezeichnete. Als bezaubernde, unterhaltsame, phantasievolle und gelegentlich auch eigensinnige „Wassermannfrau“ habe sie in ihrem Wirkungskreis all die langen Jahre sehr viel Freude bereitet.
Schon früh ging sie aus der damals überörtlich bekannten Musikerfamilie Stoiber aus Patersdorf hervor. Ihr wurde zusammen mit den 6 Geschwistern die Musik praktisch in die Wiege und in die Kinderstube mitgegeben. In der Folge erfreute sie mit ihrem Zitherspiel sowohl Männer- und Frauenchöre, den Altenclub und viele Weihnachtsfeiern. Ihr Wirken über 52Jahre als Organistin und über 70 Jahre im Kirchchor ist ohne Beispiel und wird wohl unerreicht bleiben.
Auch sie selber, so schloss die Musiklehrerin und neue Chorleiterin Sonja Petersamer ihre Lobrede, habe ihr viel zu verdanken, weil sie voller Stolz 9 Jahre Schülerin bei einer Lehrerin sein durfte, die als begnadete „Absolut- Hörerin“ (erkennt sofort jede Tonart) gilt.
Centa Meier war über den Festakt sichtlich gerührt und der Tränen nahe. Mit der ihr eigenen Herzlichkeit bedankte sie sich bei allen, die für diesen großartigen Abschied verantwortlichen waren oder mitwirkten und  würde sich in Eichendorf auf das eine oder andere Wiedersehen freuen.  

  • Voriges Bild
  • Übersicht
  • Nächstes Bild
 
Bild 1 von 10
Zum weiterblättern bitte auf Bild klicken!
(Text und Bilder: Herbert Fuchs, Patersdorf)






------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


02.10.2016:

Großer Kirchenzug und Messe mit Erntekrone


Es war wieder ein Erntedankfest mit  Bauernjahrtag, wie er immer war in Patersdorf: Ein festlicher Kirchenzug mit feierlicher Messe und anschließender Generalsversammlung bei Blasmusik bis weit in den Nachmittag hinein!
Kurz vor 10.00 Uhr setzte er sich in Gang, der Kirchenzug mit den Fahnen der Ortsvereine und dem von Daniela Marchl geschmückten Kaltblüter Gespann von Alois und Markus Kastl aus Furthof, die mit der Erntekrone den Zug anführten. Die Krone wurde von Mitgliedern des Bauernvereins unter der Leitung von Lothar Denk mit verschiedenen Getreidearten gestaltet.  Die Musikkapelle Pfeffer aus Böbrach spielte die passende Marschmusik.
Der Altar der Pfarrkirche war reich geschmückt mit Ernteerzeugnissen wie Blumen, Obst, Gemüse und einem großer Laib Brot. Diese wurden von Pfarrvikar Joseph stellvertretend für alle  Ernteerzeugnisse gesegnet. Die Messe wurde umrahmt vom Patersdorfer Kirchenchor unter der neuen Leiterin Sonja Petersamer mit der „kleinen Messe“ von Anette Thoma. Dazu vervollständigte  die Begleitung vom Harfe und Zither perfekt das durchaus besinnliche Ambiente.
In seinen Gedanken zum Erntedank ging Pfarrer Joseph zunächst auf den herrschenden Egoismus ein, der durch den Glauben überwunden werden soll. Ein Senfkorn Glauben lasse so einiges ertragen und man sollte grundsätzlich Gott danken, dass er die Natur zum Wohle der Menschen begleite, so gab der Geistliche zu bedenken. Der Kampf um das Materielle soll nicht in blinden Aktionismus münden. Der Erntedank umschließt auch den Dank insgesamt für die guten Dinge des Lebens, wie eben den Dank für die Ernte in Gärten und Felder, aber auch den Dank für eine Wohnung, für Kleidung, Wasser, Maschinen, Arzneimittel und auch für einen Arbeitsplatz. Dazu gehört auch der Dank, dass wir keinen Hunger haben, sowie der Solidarität für andere Völker nach dem Vorbild der Lehre Jesu, so schloss der Pfarrer seine umfassende Sicht auf Erntedank. Bei den von Josef Wittenzellner vorgetragenen Fürbitten wurde dieser Gedanke von Solidarität und Gerechtigkeit erneut aufgenommen, wobei der Mensch bedenken soll, dass er nicht vom Brot alleine lebt.

Bild "Pfarrei Patersdorf:Erntedankfest_2016.jpg"
Der wunderschön geschmückte Altar in der Pfarrkirche St. Martin mit der Erntekrone links und Pfarrvikar Josef Kanarnkudam, der die Ernteerzeugnisse segnete, den Ministranten und den Fahnenträgern der örtlichen Vereine

Text und Foto: Herbert Fuchs

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

15.08.2016:

Bergmesse mit über 350 Gläubigen in Schön

WSV Bergfest mit Rekordbesuch –Kräuterbuschenverkauf für eine guten Zweck


Pfarrer Tobias Magerl meinte in seiner Predigt bei der Bergmesse, dass man in dem schönen Stück Erde bei Schön wohl schon das Gefühl habe, dass man dem Himmel ein Stück näher sei. Er betonte die Bedeutung der Begegnung für das menschliche Miteinander und dazu gehören auch Feste wie eben ein Bergfest in Gottes Natur. Wer eben Begegnung sucht, könne nicht vereinsamen. Und weiter mahnte der Pfarrer, dass man damit schon beim anschließenden Fest beginnen könne,  indem man dem Tischnachbar einfach ein Lächeln schenkt. Dies sei im Sinne Christi und zeuge von grenzenlosem Gottvertrauen, so schloss Pfarrer Magerl den Zusammenhang vom Glauben und den durchaus christlichen Wert eines Festes.
WSV Vorsitzender Karlheinz Achatz freute sich über den überwältigenden Besuch und begrüßte am Beginn der Bergmesse bei der WSV Hütte insbesondere Pfarrer Tobias Magerl und auch Bürgermeister Willi Dietl, sowie viele Vereinsmitglieder, aber auch sehr zahlreiche  Besucher aus nah und fern. Nicht wenige Nutzen die Messe bei der WSV Hütte auch zu einem reizvollen Fußmarsch aus den verschiedenen Tallagen.
Heinz Achatz dankte schon zu Beginn den „Mesner“ Karl Hagengruber und Sepp Seidl, die den Altar wunderbar schmückten, so dass die äußere Erscheinung der WSV Hütte gut zum Anlass  passte. Erstmals gestalteten die Sänger des Allersdorfer Kirchenchores die Messe gesanglich mit der Harmonikamesse des Österreichers Michlbauer und wurden dabei stilgerecht musikalisch von drei Harmonikas und zwei Gitarren begleitet. Heinz Achatz erwähnte in diesem Zusammenhang den Einsatz der Chorleiter Hannerl und Hermann Graßl für die Vermittlungen des Chores, so dass die Messe auch akustisch ein Höhepunkt werden konnte.
Bild "Pfarrei Patersdorf:Bergmesse2016-2.jpg"Tradition ist zwischenzeitlich auch die Kräuterweihe und der Verkauf von Kräuterbuschen der Zuckenrieder Frauen geworden, die den Erlös schon seit ein paar Jahren großzügig an gemeinnützige Einrichtungen  weitergeben. Die Blumen für die wunderschön gerichteten Buschen wurden zuvor von fleißigen Helfern mühevoll geerntet, geschnitten und schließlich kunstvoll gebunden.
Dann warteten feinste Festspezialitäten auf dem Festgelände im Hofraum der Familie Schroll im Berggasthof Schön. Sehr viele Helfer des Vereins kümmerten sich um das leibliche Wohl der Festbesucher  und das Wildererduo  Sigi&Tom spielten weit überwiegend in Mundart bekannte und auch für manche Besucher weniger bekannte, aber genauso schöne Stücke. Damit kam die waidlerische Lebenskultur  voll auf ihre Kosten und die Verantwortlichen mussten schließlich noch Garnituren herbeischaffen, um dem Andrang zu bewältigen.
WSV Vorstand Heinz Achatz ist es ein deshalb ein besonderes Bedürfnis den Einsatz der vielen Helfern des Vereins hervorzuheben, die sich toll eingebracht haben. Er dankte insbesondere den Frauen für die Kuchenspenden und der Familie Schroll für das umfassende Entgegenkommen.

Bild "Pfarrei Patersdorf:Bergmesse2016-1.jpg"

Pressebericht im Viechtacher-Bayerwald-Boten vom 18.08.2016

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


19.06.2016:

Sonja Petersamer neue Chorleiterin in Patersdorf

Harmonisches Pfarrfest mit Familiengottesdienst und Aufnahme von zwei neuen Ministranten


Eine Wunschbesetzung konnte Pfarrer Tobias Magerl beim Familiengottesdienst anlässlich des Patersdorfer Pfarrfestes verkünden. Sonja Petersamer, die landkreisweit bekannte Volksmusikerin und Musiklehrerin aus Neumühle bei Patersdorf übernimmt ab sofort den Kirchenchor Patersdorf, nachdem die langjährige Leiterin Centa Meier dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Pfarrer Magerl bedankte sich bei der Einführung der neuen Chorleiterin für das großartige Werk von Centa Meier über Jahrzehnte hinweg und sei persönlich froh und dankbar, dass Sonja Petersamer jetzt diese wichtige Aufgabe der Pfarrkirche in Patersdorf übernimmt.

Zuvor verglich er in seiner Predigt sehr anschaulich die Aufgabe der Kirche wie eine Mannschaft Gottes mit den Vorgaben einer Fußballmannschaft, etwa  jetzt bei der Europameisterschaft. Immer wieder mussten die Gottesdienstbesucher schmunzeln, wenn er Vergleiche wie Trainingsfleiß, Taktik und Schiedsrichterleistung beim Fußballspiel der Nationalmannschaft mit der wichtigen Aufgabe der Kirche in der Gesellschaft verknüpfte. Die Würze in all den gut nachvollziehbaren Metaphern waren besonders die Beiträge der miteinbezogenen Kinder, die jedoch bei den vom Pfarrer mitgebrachten Utensilien eben Torwarthandschuhe vermissten. Dazu hatte aber Pfarrer Magerl  eine passende Erklärung, als ein Kind den, von ihm zugeworfenen Ball nicht fangen konnte, weil man eben dazu die richtige Ausrüstung brauche. Zum Schluss versöhnte er die vermeintlichen Gleichklänge und Gegensätze zwischen Fußballmannschaft und  Kirche, dass überall ein Sieg nur gelingen könne, wenn alle Mannschaftsteile gut harmonieren.  
Diesen Faden übernahmen anschließend auch die Schulkinder, die in den Fürbitten um Teamgeist und Fairness baten. Aber auch bei der Aufnahme von zwei neuen Ministranten in die Mannschaft der Patersdorfer Messdiener konnte der roten Faden weitergesponnen werden, so dass Leopold Seidl und Tobias Kraus voller Stolz von den Oberministrantinnen Lisa Kuchl und Lena Kilger das Ministrantenkreuz umgehängt bekamen und von Pfarrer Tobias Magerl feierlich in der Runde begrüßt wurden. Gleichzeitig mussten aber auch eine Reihe von Ministranten verabschiedet werden, die bis zu 9 Jahre Dienst in der Patersdorfer Ministranten Mannschaft dienten.
Dazu gehören Fabian Mayr und Annalena Helmbrecht (je 2 Jahre), Hannes Mayr und Samuel Bauer (je 5 Jahre), Daniel Helmbrecht und Sophia Heigl (je 6 Jahre), Matthias Adam (7Jahre), Angelina Wühr (8Jahre), Franziska Paukner (8 Jahre) und Manuel Bichler (9 Jahre). Sie alle wurden mit einem kleinen Abschiedsgeschenk bedacht.

Anschließend war die Pfarrfamilie beim Pfarrfest im Hof des Pfarrheimes eingeladen, wo auch unter einem kleinen Zelt behütet, bestens für das leibliche Wohl gesorgt war. Pfarrgemeinderatssprecherin Ursula Dachs und Kirchpfleger Albert Kuhbandner konnten sich über einen zahlreichen Besuch aus der ganzen Pfarreien-Gemeinschaft Teisnach-Patersdorf freuen und hatten mit ihrer Mannschaft das Geschehen bestens in Griff. Die fleißigen Damen des Frauenbundes spendeten im Vorfeld leckere Kuchen, so dass auch am Kaffeetisch nicht an Kalorien gesparten werden konnte. Es bildete sich eine gesellige Runde, bei der auch Pfarrer Tobias Magerl und Pater Joseph gut mit den Besuchern ins Gespräch kommen konnten.        

Bild "Pfarrei Patersdorf:Sonja_mit_Pfarrer.JPG"

Bild "Pfarrei Patersdorf:Ministranten.JPG"


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Taizé-Gebetskreis

Seit November 2004 wird in der Pfarrkirche St. Martin in Patersdorf der Taizé-Lobpreis gebetet und gesungen. Auf Veranlassung des damaligen Seelsorgers Pater Thomas, jetzt Pfarrer in Fronberg, wurden die Taizé-Andachten eingeführt. Seitdem versammeln sich einmal im Monat (außer Mai, August, Dezember), jeweils am dritten Sonntag, die Taizé-Anhänger in der Pfarrkirche zu meditativen Gebeten und Gesängen. Einige Verantwortliche haben sich bereit erklärt, die Gestaltung im Wechsel zu übernehmen. Texte und Gebete werden dabei auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet. Ein dazu passendes Bodenbild verstärkt jeweils die kontemplative Stimmung im nur mit Kerzenlicht erhellten Raum. Eine Viertelstunde vor Beginn erklingt meditative Musik zur Einstimmung. Mit Psalm und Lesung wird die Gebetsstunde eröffnet. Sich oft wiederholende Gesänge werden dazwischen angestimmt. Zeiten der Stille dienen dem persönlichen Gebet. Fürbitten, das Vater unser und der Segen des Priesters beenden den Gebetsabend. Jeder, der eine besinnliche Atmosphäre in Gemeinschaft sucht, ist beim Taizé-Gebet herzlich willkommen. Die Leitung liegt bei Frau Elisabeth Lemberger aus Patersdorf.

Während des Ferienmonats August findet kein Taizé-Gebet statt.
Die nächste Gebetsstunde ist voraussichtlich am 18. September.
Bitte beachten Sie dazu die Mitteilung in der örtlichen Presse.

Bild von Taizé-Gebet "Barmherzig wie der Vater" am 17.07.2016:

Bild "Pfarrei Patersdorf:Taize-Gebet_17072016.jpg"


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

26.05.2016:

Fronleichnam 2016

Petrus meinte es am Fronleichnamstag gut mit den Gottesdienst-Besuchern und so konnte im Anschluß an die Messfeier um 8 Uhr bei schönem Wetter die Prozession mit dem Allerheiligsten und Pfarrer Tobias Magerl stattfinden, begleitet von den Patersdorfer Vereinen und den Erstkommunionkindern.
Bereits am Vorabend zu Fronleichnam wurden die Blumenteppiche für den Festtag an den Altären gelegt, nachdem zuvor viele fleissige Hände Blumen in verschiedenen Farben gesammelt hatten.
Für eine vergrößerte Ansicht bitte auf eines der Bilder klicken!
Altar beim Gasthaus Kargl - gestaltet von Fam. Kauschinger und dem Patersdorfer Gartenbauverein
Altar beim Gasthaus Kargl - gestaltet von Fam. Kauschinger und dem Patersdorfer Gartenbauverein
Altar beim Kriegerdenkmal - gestaltet von den Erstkommunionkindern und dem Pfarrgemeinderat
Altar beim Kriegerdenkmal - gestaltet von den Erstkommunionkindern und dem Pfarrgemeinderat
Altar bei der GenoBank - gestaltet von der Mutter-Kind-Gruppe Patersdorf
Altar bei der GenoBank - gestaltet von der Mutter-Kind-Gruppe Patersdorf
Altar bei der Grundschule - gestaltet vom KDFB Patersdorf
Altar bei der Grundschule - gestaltet vom KDFB Patersdorf
Altar bei der Grundschule - gestaltet vom KDFB Patersdorf
Altar bei der Grundschule - gestaltet vom KDFB Patersdorf
Altar beim Kriegerdenkmal - gestaltet von den Erstkommunionkindern und dem Pfarrgemeinderat
Altar beim Kriegerdenkmal - gestaltet von den Erstkommunionkindern und dem Pfarrgemeinderat
Altar beim Kriegerdenkmal - gestaltet von den Erstkommunionkindern und dem Pfarrgemeinderat
Altar beim Kriegerdenkmal - gestaltet von den Erstkommunionkindern und dem Pfarrgemeinderat
 




--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

10.04.2016:

Erstkommunionfeier in der Pfarrei Patersdorf


Bild "Pfarrei Patersdorf:Erstkommunion2016_Altarbild.jpg"
Der Höhepunkt in der Kirche war die Spende der Hl. Erstkommunion

Bild "Pfarrei Patersdorf:Erstkommunion2016_Gruppenbild.jpg"
Zum Gruppenbild postierten sich die Erstkommunionkinder eingerahmt von den Ministranten und den Lehrkräften (v.l.) Stefanie Podgorny, Schulleiterin Waltraud Sattler, Kerstin Bathon, Hannelore Wittenzellner, Marlene Hollmayr und Pfarrer Tobias Magerl


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Pressebericht im "Viechtacher Bayerwald-Boten" vom 23.12.2015:

Versöhnlicher Abschied für langjährigen Kirchenpfleger

Weihnachtsfriede in Patersdorf wieder hergestellt – Josef Achatz nimmt Entschuldigung von Pfarrer Tobias Magerl an

Von Herbert Fuchs

Patersdorf. Feierlicher und würdiger hätte der Rahmen nicht sein können zur Verabschiedung des langjährigen Patersdorfer Kirchenpflegers Josef Achatz, der insgesamt 50 Jahre für die Kirchenverwaltung tätig war. Ein feierliches Kerzenrorate in der Pfarrkirche von Patersdorf mit dem Männergesangsverein Geiersthal sollten den passenden Rahmen bilden am Samstag- abend und Pfarrer Tobias Magerl hatte eine ergreifende Abschiedsrede vorbereitet – doch der zu Ehrende war nicht da.
Eine hochwertige Holzfigur des Heiligen Josef mit einer Dankurkunde des Bistums als Präsent sollten die lange ehrenamtliche Tätigkeit des zwischenzeitlich über 80-jährigen überaus beliebten Mannes aus Frankenried abrunden.
Die einführenden Worte des Pfarrers skizzierten die Tätigkeit des Heiligen Josef, der ebenso wie der scheidende Kirchenpfleger (Josef Achatz war Schreinermeister) es verstanden habe, mit Holz umzugehen, dem edelsten Werkstoff der Natur. Auch der Heilige Josef sei pflichtbewusst und gewissenhaft und stets zur Stelle gewesen, wann immer seine Hilfe, sein Rat oder auch sein beherztes Handeln gefragt waren. Überliefert seien auch sein Fleiß und sein Arbeiten im Hintergrund sowie sein Verantwortungsbewusstsein gegenüber seiner Familie. Alle diese Attributen gelten auch für Josef Achatz, für den er deshalb die Holzfigur neben dem Altar enthüllte.
Doch Josef Achatz wollte die Ehrung nicht entgegennehmen. Zu tief saß seine Enttäuschung „über die ihm entgegengebrachte Respektlosigkeit und Unaufrichtigkeit“, wie er gegenüber dem VBB erklärt hatte.
Trotzdem entschloss sich Pfarrer Tobias Magerl zu einer ergreifenden Laudatio. Josef Achatz habe sich als langjähriger Kirchenpfleger wie kein anderer um die Kirche in Patersdorf verdient gemacht, lobte der Geistliche im Gottesdienst. „Josef Achatz sollte nun eigentlich hier bei uns stehen; er sollte hier stehen, um so persönlich die Würdigung und Hochachtung – nicht nur des Pfarrers und der Kirchenverwaltung, sondern der ganzen Pfarrgemeinde Patersdorf – entgegenzunehmen.“
Bereits im Jahr 2006 wurde Achatz mit der höchsten Auszeichnung, die die Diözese Regensburg zu vergeben hat, geehrt. Er erhielt im Auftrag des damaligen Bischofs Gerhard Ludwig die Bischof-Johann-Michael-Sailer-Medaille für sein Lebenswerk und sein unermüdliches Wirken für die Pfarrei Patersdorf.
Nun ist es eine Dankurkunde, die das Wappen des derzeitigen Bischofs Rudolf trägt, die das besondere und wohl höchst seltene Jubiläum ausdrückt. Der Text der Urkunde. „Sie haben 50 Jahre der Kirchenverwaltung Patersdorf angehört. Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer möchte Ihnen dafür danken, dass Sie durch Ihren Einsatz zum Wohl der Pfarrgemeinde beigetragen haben. Ausdrücklich möchte auch die bischöfliche Finanzkammer ihren Dank aussprechen. Ebenso dankt Ihnen Ihr Seelsorger als Vorstand der Kirchenverwaltung.“
Pfarrer Magerl bedauerte zutiefst, dass Josef Achatz die Ehrung nicht annehmen wollte. Er informierte die Gemeinde über den Rücktritt des Kirchenpflegers vor einigen Wochen, als dieser sich über das fehlende Vertrauen der übrigen Mitglieder der Kirchenverwaltung beklagte. Daraus befürchte er auf Dauer gesundheitliche Probleme und wollte deshalb nicht mehr weitermachen. Pfarrer Tobias Magerl entschuldigte sich nun als Vorstand der Kirchenverwaltung mit den Worten bei Josef Achatz: „Wenn von uns eine Äußerung gefallen sein sollte, die von ihm missverstanden worden ist, so bedauern wir das zutiefst und wir möchten uns dafür auch entschuldigen!“ Weiter fügte der Pfarrer an, dass weder er noch sonst ein Mitglied der Kirchenverwaltung ihn zum Rücktritt gedrängt hätten und dass seine Enttäuschung und sein Unmut das gesamte Gremium schwer belasten würden. Wenn von Außenstehenden etwas anderes behauptet werde, entspreche dies nicht der Wahrheit.
Dann richtete Pfarrer Magerl nochmals den Blick auf den Heiligen Josef, den auch nach Enttäuschungen sein Vertrauen in Gott nicht verlassen habe. Nach dem Schlusssegen sang die vollbesetzte Kirche mit dem Gesangsverein das Lied „Der Herr segne Dich…“ – auch im Hinblick auf Josef Achatz. Es war eine rührende Danksagung an den allseits Hochgeschätzen.
Schließlich gelang es dann doch noch, Josef Achatz zum Empfang der Ehrung zu bewegen. Er empfing am darauffolgenden Abend Pfarrer Tobias Magerl in seinem Haus in Frankenried und nahm die Dankurkunde und die Holzfigur aus der Hand des Geistlichen entgegen. Er habe nichts gegen den Pfarrer, wie er betonte. Beide reichten sich die Hand und wollen den Diskurs begraben. Er nahm auch die Entschuldigung des Pfarrers an, so dass der Weihnachtsfriede in Patersdorf wieder einkehren kann.  


Bild "Pfarreiengemeinschaft:PNP_Magerl-Achatz.jpg"   Bild "Pfarreiengemeinschaft:PNP_Figur_Hl-Josef.jpg"